-TERRITORIUM-

Ausstellung vom 26.Mai bis 23.Juni 2019
Eröffnung So.26.Mai ab 15 Uhr
Kunsthalle Schlieren, Gaswerkstrasse 15, 8952 Zürich/Schlieren
Öffnungszeiten jeweils an den Wochenenden Samstag/Sonntag ab 14 Uhr und nach Vereinbarung
Künstlerliste:
JENNIFER BENNETT, JOHN BOCK, ANDREAS DOBLER, ISABELLE FEIN, GEORG HEROLD, ROLAND HOTZ, MONIKA MICHALKO, PETER PILLER, DAVID RENGGLI, SUSANNE SAUTER, MARTIN SENN, WOLFGANG TILLMANS, SEBASTIAN ZARIUS
Kuration: Peter Lynen, Ingrid Scherr

Territorium – Wem gehört die Welt
„Ich bin hellwach. Ich nehme die Einzelheiten auf in klaren, genauen Umrissen – Häuser, Gärten, Bäume, mit den schmalen Senken der Straßen bilden unter dem klaren, großen nächtlichen Raum ein zerfasertes Gewirr, das den Eindruck eines Ins- Stocken- Geratene erweckt. Dann ist das zusammengenommene manchmal nur ein Klumpatsch aus wahlloser Zusammenfügung. Also auf der Erde gestaut, und darüber für die Sinne grenzenlos weit.“

Der Kampf um den Platz an der Sonne zeigt sich im Zeitalter der Gentrifizierung der Großstädte dem Wiedererstarken der Nationalstaaten, den Flüchtlingsströmen und dem allgemeinen Hunger nach Land und dessen Bodenschätzen, als grundlegend für die Beschreibung der aktuellen Welt.
Letztendlich ist sogar die Debatte um den Schutz des geistigen Eigentums eine territoriale Frage. Territorium ist eine Ausstellung über physische und psychische Gebiete. In ihr werden Raumstrukturen gezeigt, die sich erst durch ihre „Bewohner“ manifestieren. So wird das Gebiet erst durch einen Besitz, Macht oder Hoheitsanspruch zum Territorium. Die Grenzen eines Territoriums werden durch Markierungen bzw. Codes gekennzeichnet, welche in der Wahl der Mittel sehr unterschiedlich sind, wie etwa die Urinmarke, das Graffiti oder auch die trumpsche Mauer...

In der Regel werden diese Codes nur von der selben Spezies, dem Konkurrenten wahrgenommen: Uns z.B. ist das tsi-da...tsi.da... der Reviergesang der männlichen Kohlmeise nicht als Abgrenzungsversuch geläufig, während der mexikanische Kolibri die trumpsche Mauer höchstens als Zwischenlandeplatz wahrnehmen wird. Die Grösse eines Territoriums ist sehr variabel und reicht von der Intimzone bis zur Staatsgrenze im Absurdistan.
In der Ausstellung wird die Topographie verschiedener Territorien wie der Standpunkt, das Bett, die Wohnung, das Haus, die Insel, aber auch, der Äther, der unentdeckte innere Kontinent oder das Paradies exemplarisch erkundet.
Ihre Kunsthalle Schlieren, Peter Lynen und Ingrid Scherr
Special:
Skulptur auf dem Turmplatz von SAMUEL ESCHMANN
Auf Einladung von Kerim Seiler zeigt Eschmamp zwei neue Skulpturen und eröffnet die Ausstellungsreihe 2019 auf dem Turmplatz der Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer.
Bekanntheit erlangte Samuel Eschmann, oder genauer Semi Eschmamp, mit der Publikation Mein erstes Buch schreib ich gleich selber. Im selben Geiste folgt nun seine erste Präsentation im Gaswerk Zürich.

Weitere Informationen unter: http://kunsthalle-schlieren.ch/